Tipp vom Apotheker: Wenn die Stimme versagt…

 

Ihre Kehle kratzt, das Schlucken tut weh und die richtigen Töne haben Sie auch schon mal besser getroffen? Lesen Sie hier, was Sie gegen die lästige Heiserkeit tun können:

Wenn Kälte und trockene Raumluft sich abwechseln, dann haben es  Bakterien und Viren besonders leicht, sich vor allem in den Mund- und Rachenschleimhäuten anzusiedeln und Entzündungen und Schwellungen hervorzurufen.
Die Heiserkeit als Leitsymptom einer Stimmstörung ist meist das erste Anzeichen zahlreicher Erkrankungen im Bereich von Rachen (Pharyngitis), Mandeln (Tonsillitis) sowie am häufigsten im Stimmband- und Kehlkopfbereich( Laryngitis). Treten sie im Rahmen einer Erkältung auf, so erreichen die Beschwerden meist um den 3. Tag den Höhepunkt, um dann langsam innerhalb einer Woche abzuklingen.

Lutschen, Trinken, Inhalieren

Heiserkeit muss lokal behandelt werden. Sprays und Gurgellösungen wirken besonders gut bei Halsbeschwerden im Mund- und Rachenraum, erreichen jedoch meist nicht Kehlkopf und Stimmbänder. Vorausgesetzt, man lässt sie langsam im Mund zergehen, sind Lutschtabletten am besten geeignet, die entzündeten Schleimhäute zu pflegen und darüber hinaus die Speichelproduktion anzuregen.
Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Dexpanthenol sowie Pastillen auf Glycerin- oder Salzbasis legen sich wie ein Schutzfilm über die Schleimhaut und spenden viel Feuchtigkeit. Dadurch werden Bakterien reduziert und Schwellungen gehen zurück.

Heisere Teetrinker greifen jetzt mehrmals täglich zu Teemischungen mit Eibisch, Malve oder Isländisch Moos. Sie enthalten besonders viele Schleimstoffe und sind somit bestens geeignet, Entzündungen zu bekämpfen. Die Trinktemperatur sollte dabei nur lauwarm sein, allzu heiße Getränke können zusätzlich reizen.
Auch für Inhalationen sind sie bestens geeignet - ebenso wie physiologische Kochsalzlösungen aus der Apotheke oder auch der altbekannte Topf mit Salzwasser. Kochsalz bekämpft auf physikalische Weise die Schwellung der Stimmbänder, der darauf liegende Schleim verflüssigt sich, kann besser abgehustet werden und die Stimmbänder können wieder frei schwingen.

Stimmkarenz

Stimmschonung bedeutet „nicht sprechen“! Wenn gesprochen werden muss, dann stimmhaft leise und ohne Anstrengung. Flüstern ist zu vermeiden, da dies die Stimmbänder noch mehr belastet.
Manchmal bleiben Husten und/oder Heiserkeit auch länger als 2 Wochen bestehen. In diesem Fall ist eine ärztliche Abklärung unerlässlich!

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